Kommunale Pflegeplanung

Die Entwicklungen im Kreis Heinsberg werden in den nächsten Jahrzehnten entscheidend durch den demografischen Wandel geprägt werden. Mit dem Bevölkerungsrückgang und den gleichzeitig damit einher gehenden Wanderungsbewegungen verändern sich Sozialstrukturen, die Nachfrage nach altengerechten Infrastrukturen sowie die Beschaffenheit von Sozialräumen. Aber nicht nur der demografische Wandel sondern auch Armut und soziale Entmischungstendenzen (Segregation) verändern das gesellschaftliche Bild. Hierauf hat die Kommunale Sozialpolitik in adäquater Weise zu reagieren.

Die aktuellste Definition von Sozialplanung liefert der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge (Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ?DV- (2011, S. 4): Eckpunkte für eine integrierte Sozial- und Finanzplanung in Kommunen. Berlin:

?Sozialplanung in den Kommunen ist die politisch legitimierte, zielgerichtete Planung zur Beeinflussung der Lebenslagen von Menschen, der Verbesserung ihrer Teilhabechancen sowie zur Entwicklung von adressaten- und sozialraumbezogener Dienste, Einrichtungen und Sozialleistungen in definierten geografischen Räumen. Sie geht über die dem Sozialwesen direkt zugeordneten Leistungen, Maßnahmen und Projekte hinaus.?

Sozialplanung ist in den gesamtstrategischen Prozess der Kreisverwaltung eingebettet. Sie ist sozialräumlich organisiert und dabei lebenslagen- und wirkungsorientiert. Darüber hinaus ist sie eindeutig mitwirkungsorientiert, indem sie Beteiligte (Betroffene, Leistungserbringer, Wohnbevölkerung) nach Möglichkeit in die laufenden Prozesse mit einbindet.

zugehörige Dienstleistungen: