Kommunale Pflegeplanung (2003-2014)

Nach § 6 Pflegegesetz NW haben die Kreise und kreisfreien Städte eine kommunale Pflegeplanung zu erstellen. Diese Planung dient

  1. der Bestandsaufnahme über das vorhandene Angebot an Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen,
  2. der Überprüfung, ob über den Pflegemarkt ein qualitativ und quantitativ ausreichendes sowie wirtschaftliches Hilfsangebot für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen zur Verfügung gestellt wird und gem. § 11 Abs. 2 SGB XI die Vielfalt der Träger von Pflegeeinrichtungen gewahrt und deren Selbständigkeit, Selbstverständnis und Unabhängigkeit beachtet wurden und
  3. der Klärung der Frage, ob und ggf. welche Maßnahmen von Kreisen und kreisfreien Städten zur Sicherung und Weiterentwicklung des Hilfsangebotes ergriffen werden müssen,
  4. der Förderung der Beteiligung von bürgerschaftlichem Engagement im Zusammenhang von Pflege und Betreuung zur Sicherung der sozialen Teilhabe Pflegebedürftiger.

Darüber hinaus soll die kommunale Pflegeplanung Angebote der komplementären Hilfe, neue Wohn- und Pflegeformen aufzeigen und bei der Weiterentwicklung der örtlichen Infrastruktur einbeziehen.

Die Kreise und kreisfreien Städte haben zu Vorstehendem und bei der Aufstellung der Pflegepläne die kreisangehörigen Kommunen und die kommunale Pflegekonferenz zu beteiligen. Darüber hinaus sind die Planungsabsichten und die Konzeptionen der Pflegeplanung auch in die Gesundheitskonferenzen einzubringen.

Nach dem In-Kraft-Treten des neuen Pflegegesetzes NW zum 01.08.2003 wurden in den Pflegekonferenzen des Kreises Heinsberg

  •  am 17.09.2004 die "Pflegemarktbeobachtung?, 
  •  am 14.09.2005 eine "Bestandsaufnahme bzw. Prognose bis 2020?, 
  •  am 27.09.2006 die "Basisdaten zur kom. Pflegeplanung (Bevölkerungsentwickl. im Kreis)?,
  •  am 25.06.2008 die Kundenbefragung in der ambulanten und stationären Altenpflege im Kreis Heinsberg sowie 
  •  am 25.06. und 15.10.2008 die kommunale Pflegeplanung des Kreises als Teil I - Quantitative Betrachtung des Pflegemarktes- vorgestellt

und vom Kreistag am 18.12.2008 beschlossen worden.

In der Gesundheits- und Pflegekonferenz am 25.11.2009 erfolgte vom kommunalen Pflegeplaner, Dipl.-Sozialgerontologe & Dipl.-Sozialpädagoge Volkhard Dörr, die Vorstellung der quantitative Fortschreibung der kommunalen Pflegeplanung des Kreises (s. Anlage 3 der Niederschrift) auf der Basis der Pflegestatistik der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zum 15.12.2007.

Mit dem weiteren Vorgehen -Teil II Qualitative Betrachtung des Pflegemarktes- soll als zentraler Punkt eine Betrachtung der sozialen Betreuung und der Versorgungsstrukturen der älter werdenden Menschen in den Wohnquartieren bzw. Stadt-/Ortsteilen durchgeführt werden. Ziel ist es, die Voraussetzungen zum selbständigen Wohnen in generationengerechten Quartieren mit gesicherter Lebensqualität im Alter im Allgemeinen und für pflege- und hilfsbedürftige Menschen im Besonderen zu erhalten oder zu schaffen.

In der Arbeitsgruppe ?Älter werden im Kreis Heinsberg? wurden dazu bereits Fragebögen entwickelt, die auf die Belange der kreisangehörigen Kommunen abstellen und Befragungen bzw. Begehungen der Quartiere und Ortsteile ermöglichen.

Mit der Durchführung der repräsentativen Bürgerbefragung in den Kommunen Geilenkirchen, Heinsberg, Hückelhoven, Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg wurde das Geographische Institut der RWTH Aachen beauftragt.

In der Pflegekonferenz am 23.02.2011 sowie in der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 16.03.2011 wurden die Ergebnisse der repräsentativen Befragung ?Wohnen und Leben im Quartier? (siehe Ergebnisse) vorgestellt.

Die aktuellen Erkenntnisse der RWTH-Studien werden nun mit den Befragungsergebnissen der drei Westgemeinden Gangelt, Waldfeucht und Selfkant und den in Eigenregie der Stadt Erkelenz erhobenen Daten zusammenzuführen, um repräsentative Aussagen für das Kreisgebiet zu gewinnen. Die Arbeitsgruppe ?Älter werden im Kreis Heinsberg? wurde dazu von der Pflegekonferenz am 23.02.2011 beauftragt, als Lenkungs- und Steuerungsgruppe die notwendigen Schritte zur Kombination von kommunaler Pflegplanung und Altenhilfeplanung mit dem Ziel der Erstellung eines Masterplanes ?Altenhilfe im Kreis Heinsberg? zu koordinieren.

Darüber hinaus erfolgte 2008 als Einstieg in die qualitative Betrachtung des Pflegemarktes durch die Fachhochschule Münster eine "Kundenzufriedenheitsbefragung in der ambulanten und stationären Altenpflege im Kreis Heinsberg". Die Ergebnisse sind den beigefügten Dokumenten zu entnehmen.

Vor dem Hintergrund der sich verändernden Ansprüche an die Altenhilfe- und Pflegeplanung, formuliert im

- ?Eckpunktepapier der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zur Weiterentwicklung des Landespflegerechtes und Sicherung einer demographiefesten Infrastruktur für Alte, Pflegebedürftige und deren Angehörigen? und

 

- den absehbaren Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen (GEPA),

wurde in der Pflegekonferenz am 25.09.2013 der Entwurf der Neuausrichtung der Kommunalen Pflegeplanung (örtliche Planung) des Kreises Heinsberg (Stand 1.09.2013) im Sinne einer altengerechten und inklusiven Quartiersgestaltung für quartiernahe Pflege-, Betreuungs- und Beratungsstruktur vorgestellt.

Den Teilnehmern der Pflegekonferenz sowie allen kreisangehörigen Kommunen und den Pflegeanbietern im Kreisgebiet wurde Gelegenheit gegeben, Anregungen und Kritikpunkte vorzutragen.

Die nunmehr aktualisierte Fassung der

Kommunalen Pflegeplanung (örtliche Planung) des Kreises Heinsberg ? Stand 1.01.2014 ?

wurde nach vorausgegangenen Beratungen im Ausschuss für Gesundheit und Soziales und Kreisausschuss vom Kreistag in seiner Sitzung am 20.03.2014 beschlossen.

Volkhard.doerr@kreis-heinsberg.de und albert.philippen@kreis-heinsberg.de.

 

 

Dokumente:


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