Kartenaufnahme der Rheinlande 1 : 25.000; Tranchot / v. Müffling; 1801 - 1828

Unmittelbar nach der Besetzung der linksrheinischen Gebiete durch französische Revolutionsheere im Jahre 1794 wurde eine topographische Aufnahme dieser Gebiete durch französische Ingenieuroffiziere unter der Leitung des Obersten Jean Joseph Tranchot in Angriff genommen.

Als Grundlage für diese Arbeiten legte Tranchot 1801/09 ein Dreiecksnetz über das Gebiet westlich des Rheins. Nach den Feldaufnahmeblättern wurden die eigentlichen Kartenblätter mehrfarbig im Maßstab 1 : 20.000 gezeichnet.

Der Befreiungskrieg (1813 bis 1815) machte den topographischen Aufnahmearbeiten durch die französischen Offiziere ein Ende. Durch den Wiener Kongress (1814 bis 1815) und einige Folgeverträge wurden die Rheinlande und Westfalen dem Königreich Preußen zugeschrieben. Ab 1817 führten preußische Offiziere unter der Leitung des Generalmajors Friedrich Karl Ferdinand Freiherr v. Müffling die Aufnahme der linksrheinischen Gebiete fort und dehnten sie nach Osten weiter aus. Die von den preußischen Offizieren aufgenommenen Kartenblätter unterscheiden sich allerdings deutlich von den "französischen Blättern", da sie nicht deren Feinheit und Detailreichtum besitzen.

Beide Kartenaufnahmen der Rheinlande durch Tranchot und durch von Müffling waren ausschließlich der militärischen Nutzung vorbehalten und sollten zur Ableitung von Generalstabskarten dienen.

127 Blätter mit einem Kartenbildformat von 50 cm x 50 cm, 21 Blätter mit einem Kartenbildformat von 47 cm x 45 cm und 23 Kartenblätter in Sonderformaten entfallen auf das Gebiet Nordrhein-Westfalens.

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Rechtsgrundlagen:

Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung - VermWertGebO NRW) vom 05. Juli 2010 (SGV. NRW. 7134), in der jeweils geltenden Fassung.

Gebührengesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (GebG NRW) vom 23. November 1971 (SGV. NRW. 2011), in der jeweils geltenden Fassung.

Gesetz über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster (Vermessungs- und Katastergesetz - VermKatG NRW) vom 1. März 2005 (SGV. NRW. 7134), in der jeweils geltenden Fassung.

Gebühren/Kosten:

2.2
Bereitstellung durch eine Fachkraft
Für durch eine Fachkraft der Behörde ausgehändigte oder übersandte Geobasisdaten
2. Je topographische Karte, Luftbilderzeugnis, Verwaltungs- und Übersichtskarte, sowohl im festgelegten Blattschnitt oder im Wunschblattschnitt, historisch oder aktuell sowie je Einzelnachweis, Übersicht, Punktliste zu Festpunkten der Landesvermessung
a) bis einschließlich DIN A1
Gebühr: ein Halbstundensatz nach Nummer 1.1.1 Buchstabe b
b)größer DIN A1
Gebühr: zwei Halbstundensätze nach Nummer 1.1.1 Buchstabe b


1.1.1
Zeitregelung
b) Für jede angefangene Arbeitshalbstunde einer sonstigen Fachkraft
Gebühr: 30 Euro

Öffnungszeiten:
montags bis freitags 8.30 Uhr - 12.00 Uhr
dienstags und donnerstags 14.00 Uhr - 17.00 Uhr

  • zuständig:
  • Vermessungs- und Katasteramt (62)
    Kreisverwaltung
    Valkenburger Straße 45
    52525 Heinsberg
  • Telefon: 02452/13-6241
  • Fax: 02452/13-6295
  • E-Mail: Katasteramt@Kreis-Heinsberg.de