Betreuungsstelle

Die Betreuungsstelle des Kreises Heinsberg ist zuständig für die rechtliche Betreuung von erwachsenen Personen. Sie ist der Stabsstelle "Demografischer Wandel und Sozialplanung" angegliedert.

Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, kann das Amtsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer bestellen.
Erste Anlaufstelle für eine Betreuungsanregung ist die Geschäftsstelle beim Amtsgericht. Dort wird in der Regel ein ärztliches Attest über das Vorliegen einer Erkrankung bzw. Behinderung verlangt.

Das Amtsgericht bestellt in der Regel eine natürliche Person zum Betreuer (ehrenamtlicher Betreuer oder Berufsbetreuer). In Ausnahmefällen kann die Betreuungsstelle als Betreuer eingesetzt werden.

Die Betreuungsstelle unterstützt die Amtsgerichte im Kreis Heinsberg bei der Sachverhaltsermittlung. Es wird ein Bericht erstellt, aus dem die persönlichen Verhältnisse und das soziale Umfeld der betroffenen Person hervorgehen.

Amtsgerichte im Kreis Heinsberg:
Erkelenz,
Heinsberg und
Geilenkirchen.

Die Betreuungsstelle arbeitet mit den Betreuungsvereinen des Kreises Heinsberg eng zusammen. Die Betreuungsvereine bieten persönliche Beratung und Begleitung für ehrenamtlich tätige Betreuer und Vollmachtnehmer an. (Flyer Betreuungsvereine sh. Dokumente)

Die Betreuungsstelle informiert über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen.
Eine Vorsorgevollmacht ist die private Alternative zur gesetzlichen Betreuung. Durch eine Vorsorgevollmacht kann der Betroffene eine oder mehrere Vertrauenspersonen bestimmen, die seine Angelegenheiten regeln, wenn er selber dazu nicht mehr in der Lage ist. Es erfolgt keine Kontrolle durch das Amtsgericht.

In einer Betreuungsverfügung können Sie bestimmen, wer im Betreuungsfall vom Amtsgericht als Ihr Betreuer eingesetzt werden soll. Die Arbeit des Betreuers wird vom Amtsgericht kontrolliert.

Die Mitarbeiter der Betreuungsstelle können die Unterschriften auf Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen öffentlich beglaubigen. Hierfür fallen Gebühren in Höhe von 10,00 pro Unterschriftsbeglaubigung an.
Zur Vermeidung von Wartezeiten in Beglaubigungsangelegenheiten ist eine vorherige telefonische Terminvereinbarung zweckmäßig.
Die Broschüre zum Thema „Das Betreuungsrecht“ einschließlich Informationen zur Vorsorgevollmacht finden Sie beim Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz hier.

Formulare zur Erteilung einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung finden Sie ebenfalls beim Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz hier oder beim Justizministerium Nordrhein-Westfalen hier.

Zusätzliche Informationen zum Betreuungsrecht finden Sie unter nachfolgend aufgeführten Webseiten: Justizministerium NRW: hier
Betreuungslexikon: hier
Arbeitshilfen für ehrenamtliche Betreuer: hier

Weitere Informationen des Landes NRW (www.justiz.nrw.de) zum Betreuungsrecht erhalten Sie jeden ersten Donnerstag im Monat von 15.00 bis 16.30 Uhr im Bürger- und ServiceCenter (Call NRW): Per Telefon: 0180 3 100 212, im Live-Chat unter www.callnrw.de oder per E-Mail: info@callnrw.de.

Eine Broschüre zum Thema Patientenverfügung kann hier beim Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz eingesehen und bestellt werden.

Dokumente:


Öffnungszeiten:
montags bis freitags 08.00 Uhr - 12.00 Uhr
dienstags und donnerstags 14.00 Uhr - 17.00 Uhr

  • zuständig:
  • Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung
    Kreisverwaltung
    Valkenburger Straße 45
    52525 Heinsberg