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Buntes Treiben im Schulzentrum Wegberg

(Meldung vom 29.06.2022)
Buntes Treiben im Schulzentrum Wegberg

Netzwerkprojekt Schools Out

Kinder und Jugendliche sollen nach der Corona-Pandemie schnell wieder Versäumtes aufholen und nachholen können. Das gilt nicht nur für den Lernstoff, sondern auch für ihr soziales Leben. Kurz vor Beginn der Sommerferien gab es deshalb unter dem Motto Schools Out ein buntes Treiben auf dem Gelände des Schulzentrums der Stadt Wegberg: Nach einem anstrengenden und wegen der Corona-Pandemie mit vielen Einschränkungen und Belastungen verbundenen Schuljahr brachte der letzte Schultag ein Stück Entlastung und Entspannung für die Kinder und Jugendlichen der drei weiterführenden (Schule am Grenzlandring/Hauptschule, Edith-Stein-Realschule und Maximilian-Kolbe-Gymnasium). Ein Aktionstag brachte die jungen Leuten nach der langen Zeit der Kontaktbeschränkungen gemeinsam in Bewegung. Sie konnten klettern, hüpfen, Waveboard fahren, mitfühlen, entspannen und sich etwas trauen.

Durch einen erlebnisreichen, von Gemeinschaft getragenen letzten Schultag entstand ein Stück Unbeschwertheit und Zuversicht nach der langen Zeit der Beschränkungen und Belastungen durch die Pandemie. Das Projekt fügt sich in die Leitziele des kürzlich verabschiedeten kommunalen Kinder- und Jugendförderplan des Kreisjugendamtes Heinsberg ein.

Angeboten wurde das Projekt im Schulzentrum an der Maaseiker Straße als Netzwerk mehrerer Träger der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendförderung. Die Idee zu dem Projekt wurde in Kooperation der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit (EvHa – Jugendzentrum Haus Schalom), der katholischen Kinder- und Jugendarbeit (Katho - Jugendzentrum St. Martin), der städtischen Schulsozialarbeit (Realschule/Gymnasium) und der Streetwork-Arbeit der Stadt Wegberg entwickelt und organisiert. Die Angebote wurden von den Schulen der Stadt Wegberg und dem Betreiber der Mensa unterstützt. Ebenfalls beteiligt waren die Kinder und Jugendlichen, die im Ehrenamt kontinuierlich wertvolle Arbeit im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit leisten.

Die Rahmensteuerung des Aktionstages erfolgte durch das Sachgebiet der Kinder- und Jugendförderung des Kreisjugendamtes Heinsberg. Er wurde durch das Corona-Aufholprogramms des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Der Aktionstag griff dabei die Zielsetzung des kürzlich verabschiedeten kommunalen Kinder- und Jugendförderplans des Kreisjugendamtes Heinsberg auf. Dementsprechend fördert der Plan aufgrund der immer komplexer werdenden Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen und den damit vielfältigen Akteuren im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, verstärkt Sozialraum und Netzwerk orientierte Projekte.

Im Rahmen des Schools-Out-Projektes werden Ziele des kommunalen Kinder- und Jugendförderplans des Kreises Heinsberg, Ziele aus dem Corona-Aufholprogramm des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Ziele der Arbeit im Sozialraum miteinander vernetzt. Dabei wird sowohl der primäre Corona-Aufholgedanke, Kinder und Jugendliche nach den Entbehrungen, Belastungen und Mühen des vergangenen Corona-Schuljahrs zu entlasten, in den Blick genommen, als auch der Netzwerkcharakter, der wichtige Akteure in der Schullandschaft und der Kinder- und Jugendarbeit zusammenbringt. Die Synergieeffekte bereits vorhandener Ressourcen unterschiedlicher Kompetenzen der Kinder- und Jugendarbeit werden dadurch effektiv genutzt.

Die beteiligten Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit wollen durch diesen Tag auf die kontinuierlichen Möglichkeiten hinweisen, wo Erfahrungen gemacht werden können, die nicht über das Handy oder Tablet möglich sind, nämlich dort wo Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich in einem lebendigen Miteinander begegnen. In den Häusern der Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen können die bevorstehenden Ferien zu Orten des Erlebens und sich Bewegens nach einer Zeit des Stillstands werden.

Bildunterschrift: Mit viel Bewegung Versäumtes nachholen: Beim Klettern und Hüpfen hatten die Kinder und Jugendlichen im Wegberger Schulzentrum viel Spaß. Foto: Kreis Heinsberg

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