Aktuelles aus dem Kreishaus

Nachhaltigkeit

(Meldung vom 08.09.2021)


Der Kreis Heinsberg steigt als global nachhaltige Kommune in die Entwicklung einer integrierten Nachhaltigkeitsstrategie ein

Heinsberg. Eine resiliente und nachhaltige Kommunalentwicklung rückt – nicht nur im Kontext der Coronapandemie – immer stärker in den Fokus. Der fortschreitende Klimawandel, der Verlust biologischer Vielfalt oder soziale Ungleichheiten sind weitere zusätzliche Beispiele für sich zuspitzende, ökologische und soziale Herausforderungen. Mit der Erarbeitung einer integrierten Nachhaltigkeitsstrategie will der Kreis Heinsberg nun konkrete Ziele und Maßnahmen entwickeln, um sich zukunftsfähig und „enkeltauglich“ auszurichten.

 

Der Kreis Heinsberg ist eine von sechs ausgewählten Modellkommunen im Projekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“ (GNK NRW), die aktuell bei der Entwicklung von individuellen Nachhaltigkeitsstrategien begleitet werden. Durchgeführt wird das Projekt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW); gefördert wird es durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Nun startet die dritte Laufzeit des Projekts, die bis Ende 2022 läuft. Seit 2016 haben bereits 30 Kommunen in NRW Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt. Die teilnehmenden Kommunen erarbeiten ihre Strategien dabei im Kontext der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die 2015 im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet wurden. Auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie sowie die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie werden berücksichtigt.

 

„Das Thema Klimaschutz ist in aller Munde – Nachhaltigkeit ist aber mehr als nur Klimaschutz – Ich bin froh, dass wir diese Initiative als einer der ersten Kreise in NRW mit der Politik begleiten und einen Prozess in Gang gesetzt haben.“, so Landrat Stephan Pusch.

 

Die Erarbeitung der Strategien erfolgt von Grund auf partizipativ und kooperativ. Im Rahmen einer Steuerungsgruppe mit ca. 45 Personen aus Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft werden verschiedene kommunale Vertreter eingebunden. Die Steuerungsgruppe entwickelt bis Ende 2022 in fünf Sitzungen ein integriertes Handlungsprogramm mit Leitlinien, strategischen und operativen Zielen sowie konkreten Maßnahmen. Die Basis hierfür bildet eine Bestandsaufnahme, die bestehende Strategien und Konzepte des Kreises Heinsberg sowie aktuelle Entwicklungen mittels quantitativer Indikatoren analysiert. Alle Inhalte werden gemeinsam von allen Beteiligten beschlossen, um Synergien zu fördern und eine Akzeptanz der Ergebnisse sicherzustellen. Zwischen den Sitzungen werden die Inhalte von einem verwaltungsinternen Kernteam aufbereitet. Geleitet wird das Projekt vor Ort von Beyda Üner, Nachhaltigkeitsmanagerin des Kreises Heinsberg. Am Projektende soll die Nachhaltigkeitsstrategie von den politischen Gremien verabschiedet werden.

 

Mit der Nachhaltigkeitsstrategie will der Kreis Heinsberg einen Beitrag zur kommunalen Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele leisten und dient so als Vorbild für andere Kommunen. Im Rahmen von Vernetzungsveranstaltungen bietet das Projekt GNK NRW die Möglichkeit für einen kommunalen Austausch - auch mit Kommunen, die bereits eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt haben. Zusätzlich erarbeiten elf Kommunen im Rahmen der dritten Projektlaufzeit Nachhaltigkeitsberichte, in denen sie über die Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Strategien berichten.

 

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