Aktuelles aus dem Kreishaus

Amt für Bauen und Wohnen

(Meldung vom 04.03.2021)


Soziale Wohnraumförderung im Kreis Heinsberg

Heinsberg. Im abgelaufenen Jahr 2020 sind insgesamt 7,2 Mio. € an Landesmitteln für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus in den Kreis Heinsberg geflossen. Hiervon wurden rund 6,3 Mio. € für den Mietwohnungsbau und rund 920.000 € für die Förderung von Wohneigentum bzw. Modernisierungsmaßnahmen aufgebracht.

 

Nach den sehr guten Förderjahren 2016 und 2017 und den rückläufigen Ergebnissen in den Jahren 2018 und 2019 haben sich die verausgabten Fördermittel im Jahre 2020 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

 

Mit den bereitgestellten Mitteln wurden im Kreis Heinsberg im Jahre 2020 der Bau von 46 neuen Wohneinheiten im Mietwohnungsbau und 8 Wohneinheiten im Eigenheimbereich (davon in fünf Fällen der Erwerb von Wohneigentum aus dem Bestand und eine Modernisierungsmaßnahme) gefördert. Die Fördermittel reichten von besonders zinsgünstigen Darlehen bis hin zu Tilgungsnachlässen (Teilschulderlass) von bis zu 15 %.

 

Für das Förderjahr 2021 stellt das Land NRW dem Kreis Heinsberg erneut Fördermittel für den Mietwohnungsbau in Höhe von 6,8 Mio. € und für die Eigenheimförderung in Höhe von 900.000 € zur Verfügung. Modernisierungsmaßnahmen (Wohneigentum und Mietwohnungsbau) können in Höhe von 1,34 Mio. € gefördert werden.

 

Im Vergleich zum vergangenen Förderjahr wurden die Konditionen im Mietwohnungsbau mit der Erhöhung der Förderpauschalen und der Bewilligungsmiete nochmals verbessert. Die anfängliche Verzinsung des Förderdarlehens beträgt in den ersten 15 Jahren 0,0 % (danach 0,5 %) in allen Mietstufen. Bei einer Belegungsbindung von 30 Jahren erhöht sich der Tilgungsnachlass sogar auf 20 %; für einige Zusatzdarlehen beträgt dieser 50 %.

 

Mit der Eigentumsförderung, die sich an Haushalte mit mindestens einem Kind oder einem schwerbehinderten Haushaltsmitglied richtet, kann insbesondere der Neubau von Eigenheimen sowie der Erwerb von Bestandsimmobilien gefördert werden. Hierbei müssen jedoch Einkommensgrenzen einhalten werden; ein Mindesteigenkapitalanteil ist erforderlich.

 

Neben den erhöhten Grundpauschalen (für den Kreis Heinsberg sind dies in allen 10 Kommunen 81.000 €) und einer veränderten Familienkomponente (17.500 € je Kind bzw. schwerbehinderten Person) sind auch weiterhin in diesem Bereich Tilgungsnachlässe vorgesehen. Zudem können 15 % des Gesamtförderbetrages als Eigenkapitalersatz auf die erforderliche Mindesteigenleistung der Gesamtkosten angerechnet werden.

 

Eigentümerinnen und Eigentümer von selbstgenutzten Eigenheimen können ebenfalls nach der Richtlinie zur Förderung der Modernisierung von Wohnraum entsprechende Fördermittel für die Modernisierung des Eigenheims mit einem zinsgünstigen Darlehen für die anfallenden Bau- und Baunebenkosten bis zu einer Höhe von 120.000 € und einem Tilgungsnachlass von 20 % beantragen. Einkommensgrenzen müssen ebenfalls eingehalten werden; ein Mindesteigenkapitalanteil ist jedoch nicht erforderlich.

Über das aktuelle Wohnraumförderungsprogramm des Landes NRW informiert das für die Wohnbauförderung zuständige Amt für Bauen und Wohnen des Kreises Heinsberg unter der Rufnummer 02452/136332 (Herr Coenen). Antragsunterlagen und weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.nrwbank.de. Die gesamten Förderbestimmungen können unter www.mhkbg.nrw.de eingesehen bzw. heruntergeladen werden.

 

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