Aktuelles aus dem Kreishaus

Corona

(Meldung vom 11.12.2020)
Corona

Das Impfzentrum des Kreises Heinsberg ist pünktlich einsatzbereit

Kreis Heinsberg. „Das Impfzentrum des Kreises Heinsberg kann pünktlich zum geforderten Stichtag in Betrieb gehen“, so Philipp Schneider, Krisenstabsleiter des Kreises Heinsberg. Das Gelände auf der Brüsseler Allee in Erkelenz wird derzeit vom Kreis Heinsberg mit Hochdruck entsprechend hergerichtet, um hier zentral die Kreisbevölkerung gegen das Coronavirus impfen zu können.

Die Einrichtung dieser Zentren sowie Zuständigkeiten sind vom Land Nordrhein-Westfalen klar vorgegeben. Die zentrale Aufgabe des Kreises war es hier, die Räumlichkeiten zu finden und herzurichten und die Organisation zu gewährleisten. Hierfür hatte der Kreis extra eine Koordinierungsgruppe eingerichtet, um schnell Entscheidungen treffen zu können. Mit der Liegenschaft in Erkelenz hat der Kreis den passenden Standort für ein Impfzentrum gefunden. Argumente für diesen Standort sind eine geeignete Infrastruktur und Erreichbarkeit, aber auch die Tatsache, dass so keine Schule, Sport- oder Bürgerhalle geblockt werden muss, da zunächst von einem Betriebszeitraum von einem Jahr ausgegangen wird.

Erweitert durch beheizte Zelte werden auf rund 2400 Quadratmetern vier Impfstraßen eingerichtet. In den Zelten findet die Registrierung und der Check-In statt, sowie am Ende die Nachbetreuung. Die Impfungen werden in Behandlungszimmern vorgenommen. „Die sehen aus, wie typische Praxis-Räumlichkeiten. Es gibt einen Tisch mit Computer, eine Liege für den Patienten und einen Kleiderhaken“, so Thomas Kähler, Leiter der Koordinierungsgruppe. Die medizinische Verantwortung des Impfzentrums liegt bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese kümmert sich überwiegend um die Beschaffung des medizinischen Personals und die Terminvergabe. Der Apothekerverband ist bei der zur Verfügungstellung des Impfstoffs eingebunden.

Grundsätzlich werden für den Kreis Heinsberg vier Impfstraßen vorbereitet, wovon zu Beginn, ab dem 15.12.2020, allerdings erst eine Impfstraße ihren Betrieb aufnehmen wird. „Eine Impfstraße hat eine Kapazität von etwa 240 Impfungen am Tag“, so Phillip Schneider, „das entspricht den Vorgaben des Landes“. Abhängig von der zur Verfügung stehenden Impfstoffmenge und der Nachfrage werden weitere Impfstraßen in Betrieb genommen. Das Zentrum wird, vorausgesetzt der Impfstoff ist verfügbar, sieben Tage in der Woche geöffnet haben. Pro Impfstraße wird ein Arzt und ein Helfer eingesetzt. Zusätzlich ist für die gesamte Impfstelle ein Arzt zur Aufklärung vorgesehen. In den übrigen Bereichen wie Registrierung, Betreuung und Koordination wird Personal der Kassenärztlichen Vereinigung, der Hilfsorganisationen sowie des Kreises Heinsberg tätig sein.

Neben der ersten Impfstraße werden die Impfungen zunächst überwiegend von mobilen Teams (Arzt, Helfer und Fahrer) durchgeführt. Das Land hat per Erlass die Impfreihenfolge geregelt und sieht zunächst die Impfung vulnerabler Gruppen vor. Die Teams werden also in Pflegeeinrichtungen oder auch bei Pflegebedürftigen zuhause zum Einsatz kommen. Insbesondere das Personal aus Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Personen, die zur kritischen Infrastruktur gezählt werden und per Erlass ebenfalls eine Priorisierung bei der Impfung erfahren, werden im Impfzentrum in Erkelenz geimpft.

Einzelheiten zum Ablauf der Terminvergabe werden noch bekannt gegeben. Patienten, die einen Termin für eine Impfung im Impfzentrum haben, erhalten Post und können sich im Vorfeld mit dem Aufklärungsbogen vertraut machen sowie einen persönlichen Fragebogen für die Registrierung ausfüllen. Mit diesen Unterlagen suchen sie dann das Impfzentrum auf und durchlaufen zuerst den Check-In-Bereich, wo Fieber gemessen wird und die persönlichen Daten aufgenommen werden. Bevor die Patienten dann einem Behandlungszimmer zugeteilt werden, werden sie über einen Aufklärungsfilm nochmals über die Impfung informiert. Im Nachsorgebereich werden die geimpften Personen noch abschließend betreut. Innerhalb eines bestimmten Zeitraumes müssen die Patienten erneut das Impfzentrum aufsuchen und die zweite Impfdosis verabreicht bekommen, damit sich der Schutz vor einer Coronavirusinfektion vollständig ausbildet. Die Termine hierfür werden entsprechend koordiniert.

« zurück