Aktuelles aus dem Kreishaus

Projektarbeit

(Meldung vom 21.07.2020)
Projektarbeit

Kreis hat Krise gut gemeistert

Heinsberg. „Das war eine einmalige Chance“, waren sich alle einig. Die Corona-Pandemie in Deutschland und das Krisenmanagement im Kreis Heinsberg wurde vom Einstellungsjahrgang 2018 im Rahmen ihrer Projektarbeit des dualen Studiums „Bachelor of Laws“ an der Hochschule für Polizei und Verwaltung NRW, Abteilung Aachen/Köln unter die Lupe genommen.

 

In einer Abschlussveranstaltung zur Projektarbeit unter Leitung ihres Dozenten René Schlösser stellten Florian Stelten (Kreis Heinsberg), Heinz-Hubert Geraths (Stadt Geilenkirchen), Lazros Triantafillidis (Stadt Köln), Leah Randerath, Maren Janßen, Martin Dahlmanns (alle Kreis Heinsberg), Ouafaa Milloudi (Stadt Erftstadt), Pia Luisa Graf (Kreis Heinsberg), Ramona Maassen (Stadt Erftstadt), Simon Kohl (Stadt Köln) und Zita Wirtz (Kreis Heinsberg) im großen Sitzungssaal des Kreishauses ihre weit über 300 Seiten umfassende Projektarbeit zum aktuellen Thema vor. Landrat Stephan Pusch und sein allgemeiner Vertreter Philipp Schneider ließen es sich ebenso wenig wie die Bürgermeister Georg Schmitz (Geilenkirchen), Wolfgang Dieder (Heinsberg) und Peter Jansen (Erkelenz) nehmen, an den Erkenntnissen der künftigen Beamten zum Thema „Corona-Krisenmanagement“ teilzuhaben.

 

Unter die Lupe genommen wurde dabei unter anderem Organisation und Arbeitsweise des Krisenstabes und vor allem die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises Heinsberg in der Coronakrise. Ein weiterer Untersuchungsschwerpunkt war die interkommunale Zusammenarbeit. Dazu wurden Untersuchungen durchgeführt, zahlreiche Interviews geführt und ein aufwändiges Quellenstudium absolviert. Landrat Stephan Pusch und Krisenstabsleiter Philipp Schneider zeigten sich aufgeschlossen und erfreut über die umfassende Projektarbeit. Dabei freuten sie sich nicht nur über das positive Gesamtfazit, sondern auch über zahlreiche Anregungen und Hinweise, die die Projektarbeit für die Zukunft aufgeführt hat.

 

Der Satz „Die aktuelle Corona-Pandemie wurde durch das Krisenmanagement des Kreises Heinsberg bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr gut bewältigt“ dürfte der Kreisführung besonders gefallen haben. Unter anderem bescheinigen die Projektteilnehmer dem Kreis in Sachen Krisenstab „richtige Personalauswahl, Flexibilität und schnelle Entscheidungskraft“. Die Krisenkommunikation und die interkommunale Zusammenarbeit waren Erfolgsfaktoren der guten Krisenbewältigung.

 

Die Krisenkommunikation wurde dabei als Schlüsselfaktor angesehen. Die Bevölkerung sah sich durch die Kreisverwaltung sehr gut informiert. Basis für diese Erkenntnis der Studenten war eine eigens für die Projektarbeit durchgeführte Umfrage. Besonders wurde dabei die Stärkung des „Wir-Gefühls“ im Kreis Heinsberg hervorgehoben. Sehr vielfältig sind in der heutigen Zeit die Informationskanäle. So ergab die Umfrage, dass vor allem Social Media, TV und Radio sowie das Bürgertelefon die wichtigsten Kommunikationskanäle waren, wobei aber auch die Zeitungen und die Internetseite des Kreises im Vergleich verstärkt nachgefragt wurden.

 

„Diese Projektarbeit war sicherlich eine in ihrer Aktualität einmalige Chance“, bewerteten Landrat Pusch und Krisenstabsleiter Philipp Schneider die Untersuchung der elf angehenden Beamten. Sie sei eine wertvolle Aufarbeitung des Krisenmanagements und gebe viele Hinweise zur Bewältigung künftiger Krisenlagen. Beim Kreis Heinsberg ist man gerne bereit, diese zu nutzen. Zumal sechs der elf Projektteilnehmer in Diensten des Kreises Heinsberg stehen.

 

 

 

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