Aktuelles aus dem Kreishaus

Großübung

(Meldung vom 13.05.2019)
Großübung

Szenario mit 200 Verletzten

Kreis Heinsberg. Ein Zugunfall, 200 Verletzte und nun? Glücklicherweise handelte es sich hier nur um ein Übungsszenario für die Einheiten des Rettungsdienstes des Kreises Heinsberg in Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensteinheiten des Kreises Düren, der Städteregion Aachen, der Stadt Krefeld und Einheiten aus den Niederlanden. In Wegberg-Wildenrath veranstaltete der Rettungsdienst des Kreises Heinsberg eine sogenannte MANV 200-Übung, eine Übung mit einem Massenanfall von 200 Verletzten.

Ziel der Übung war es, unter realen Bedingungen kurzfristig die Erstversorgung einer Vielzahl von schwerverletzten Personen zu leisten und die Patienten entsprechend auf Krankenhäuser zu verteilen. Die Schwierigkeit liegt hier, neben dem Abtransport der Verletzten, insbesondere bei den begrenzten Kapazitäten der Krankenhäuser, weswegen die überregionale Verteilung der Patienten auf Nachbarkommunen simuliert und geübt wurde.

„Die Patientenverteilung ist bei einer so großen Zahl an Verletzten ein schwieriger und sensibler Bereich. Durch diese Übungen spielen sich Abläufe ein und Fehlerrisiken im Ernstfall werden reduziert“, sagte Dirk Hartmann, Leiter der Leitstelle des Kreises Heinsberg und organisatorischer Leiter der Übung. Weiterhin übten die Teilnehmer die Alarmierung, die Anfahrtswege und Sammelräume der Fahrzeuge sowie die Sichtung der Patienten und deren Abtransport. „Bei rund 50 Blaulichtfahrzeugen ist ein strukturierter und organisierter Ablauf unerlässlich“, so Hartmann. Jede Gebietskörperschaft rückte für das Szenario mit vier Rettungswagen, vier Krankenwagen und zwei Ärzten an und konnte zehn Patienten transportieren.
« zurück