Aktuelles aus dem Kreishaus

BHV1-Fall

(Meldung vom 11.03.2019)
BHV1-Fall

Insgesamt 500 Tiere betroffen

Heinsberg. Im Gemeindegebiet Waldfeucht ist in den vergangenen Tagen in einem Milchviehbestand und einem kooperierenden Aufzuchtbetrieb mit insgesamt rund 500 Tieren die Tierseuche BHV1 (Bovine-Herpesvirus-Typ1-Infektion) festgestellt worden.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg hat in Abstimmung mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes eine Bestandsauflösung durch Schlachtung verfügt.

Bei der BHV1 handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Treten klinische Erscheinungen auf, äußern sich diese in Form von Fieber, Nasenausfluss, Bronchitis und Milchrückgang. Die Übertragung erfolgt meist direkt von Tier zu Tier, kann aber auch indirekt z. B. über Personen, Kleidung, Gerätschaften oder Instrumente erfolgen Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden Umgebungsuntersuchungen in den benachbarten Betrieben durchgeführt.

Der BHV-Erreger ist ein Herpes-Virus der Rinder, das für den Menschen gänzlich ungefährlich und nicht ansteckend ist. Das Fleisch und die Fleischprodukte der geschlachteten Tiere können bedenkenlos verzehrt werden.

Amtstierarzt Dr. Hans-Helmut Ahlborn: „Warum dieser erneute Fall nach 2017 und 2018 aufgetreten ist, lässt sich bisher nicht erklären.“ Nach wie vor treten immer wieder vereinzelt BHV1-Fälle auf, obwohl Deutschland offiziell als BHV1-frei gilt.
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