Aktuelles aus dem Kreishaus

Trockenheit

(Meldung vom 08.08.2018)
Trockenheit

Grundwasser zur Bewässerung nutzen

Heinsberg. Aufgrund der Trockenheit erhält die untere Wasserbehörde zurzeit täglich zahlreiche Anfragen zur Nutzung des Grundwassers für die Gartenbewässerung. Die Entnahme von Grundwasser in geringen Mengen oder zu einem vorübergehenden Zweck ist grundsätzlich genehmigungs- und gebührenfrei. Hierzu zählen nach beispielsweise Grundwasserentnahmen für die private Gartenbewässerung oder das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebes. Der Bau und Betrieb derartiger Brunnen ist in diesen Fällen der unteren Wasserbehörde formlos anzuzeigen. Dazu reichen folgende Angaben aus: Standort (postalische Adresse und/oder Gemarkung, Flur, Flurstück), Zweck der Entnahme, Pumpleistung bzw. Entnahmemenge, voraussichtliche Pumpdauer.

Im Kreisgebiet ist der Abstand des Grundwassers von der Geländeoberkante bis zum eigentlichen Grundwasserspiegel je nach Region sehr unterschiedlich: im Bereich Übach-Palenberg und Geilenkirchen sind dies bis zu 20 Meter und mehr, während es in weiten Teilen des Stadtgebietes Heinsberg weniger als einen Meter sein können, z. B. in den gewässernahen Lagen von Kirchhoven und Lieck. Zudem haben die Grundwasserabsenkungen der Tagebau Hambach, Garzweiler und Inden auch überregional großen Einfluss auf die natürlichen Grundwasserverhältnisse, die sich bis über die niederländischen Grenze hinaus auswirken. Die genauen und aktuellen Angaben zu Grundwasserstand und –fließrichtung können bei der unteren Wasserbehörde unter Angaben der Lage (Gemarkung, Flur, Flurstück oder postalische Adresse) eines Grundstückes erfragt werden.

Bei den Kosten sollte man ca. 50 Euro pro laufenden Bohrmeter veranschlagen. Bei größeren Tiefen ist zudem eine spezielle Tauchpumpe erforderlich, die es überhaupt erst ermöglicht, das Wasser mit halbwegs nutzbarem Druck aus der Tiefe zu fördern. Je nach Typ können hier nochmal 600 bis 700 Euro veranschlagt werden. Hinzu kommen weitere Kosten für Brunnenkopf, Ventile etc. Für einen Brunnen mit 15 Metern Tiefe können so geschätzte Kosten von ca. 1500 Euro entstehen.

Gegenzurechnen ist die Entnahme aus dem Leitungsnetz, die sich nach Arbeitspreis des Wasserwerkes, der Beregnungsmenge und der Häufigkeit der Beregnung richtet. Es gibt Empfehlungen, wonach das Wasser bei jeder Beregnung ca. 15 Zentimeter tief einsickern sollte. Um das zu erreichen, braucht man je nach Bodenart unterschiedliche Wassermengen: Bei lockeren Sandböden reichen rund 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter alle drei bis vier Tage zur Bewässerung des Rasens aus, lehmige bis tonige Böden müssen mit 15 bis 20 Litern pro Woche beregnet werden.


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