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Nächste Woche geht's los

(Meldung vom 08.05.2018)
Nächste Woche geht's los

Einsatz gilt den Raupen des Eichenprozessionsspinners

Kreis Heinsberg. Mit ihren langen Haaren ist sie im wörtlichen Sinne ein „reizender“ Zeitgenosse: die Raupe des Eichenprozessionsspinners. Weil sie die wertvollen Eichen befällt und mit ihren Brennhaaren allergische Reaktionen beim Menschen auslöst, werden sie dort, wo sie mit Menschen in Kontakt kommen kann, entsprechend bekämpft.

 

Der Kreis Heinsberg und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie die Stadt Baesweiler und der Kreis Düren für das Stadtgebiet Linnich werden in den kommenden Wochen wieder eine gemeinsame vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an Eichenbäumen durchführen, an denen mit einem verstärkten Befall zu rechnen ist.

 

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, auf entsprechend gekennzeichnete Einsatzfahrzeuge und die zum Einsatz kommende Sprühturbine zu achten. In diesem Jahr werden rd. 4.800 Eichenbäume entlang von Verkehrsstraßen und auf öffentlichen Grünflächen behandelt. Die Arbeiten zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners starten in diesem Jahr voraussichtlich ab dem 14. Mai. Während der Besprühung der Eichenbäume in den hellen Tages- und Abendstunden (bis etwa 21 Uhr) muss aufgrund der eingesetzten Sprühturbine kurzzeitig mit Beeinträchtigungen gerechnet werden.

 

Die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners stellen eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar. Bei Berührung mit den Brennhaaren können diese eine allergische Reaktion auslösen. Auch die nach der Häutung der Raupen zurückbleibenden alten Larvenhäute besitzen weiterhin eine hohe Konzentration an Brennhaaren. Durch Mäh- und Unterhaltungsarbeiten in den Grünflächen können diese Brennhaare wieder aufgewirbelt werden und zu gesundheitliche Beeinträchtigungen führen. Der Eichenprozessionsspinner kommt an allen Eichenbaumarten vor, insbesondere in unserer Gegend an den europäischen Arten der Stiel- und Traubeneiche. Er tritt in warm-trockenen Regionen insbesondere im Tiefland auf. Eine vorsorgliche Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist unter Abwägung aller Aspekte die zum Schutz der Bevölkerung verhältnismäßigste Lösung.

 

Mit der Durchführung der Präventionsmaßnahme wurde durch den Kreis Heinsberg wieder ein Fachunternehmen beauftragt. Besprüht werden die Eichenbäume mit dem Biozid „Furay ES“. Dieses Mittel hat eine Zulassung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und basiert auf bestimmte Stämme des so genannten Bacillus thuringiensis (BT). Das Biozid wirkt als Fraßgift; es tötet nur bestimmte Raupen und nicht Nutzinsekten wie beispielsweise Marienkäfer. Die Raupen nehmen die zunächst ungiftige Vorstufe des Wirkstoffs beim Fressen der jungen Eichenblätter auf. Erst zu einem späteren Zeitpunkt bildet der Bazillus den eigentlichen Giftstoff und löst die Vergiftung des Eichenprozessionsspinners aus. Der Vorteil dieses Mittels besteht darin, dass beim Versprühen des Biozids dieses für den Menschen vergleichsweise unbedenklich ist. Vorsorglich wird jedoch empfohlen, als Passant dem Sprühnebel auszuweichen sowie als Anwohner beim Vernehmen der Sprühturbine für die Zeit der Bekämpfungsmaßnahme die Fenster des Wohnhauses zu schließen.

 

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