Geschichte

Am 1. Januar 1972 entstand der Kreis Heinsberg im Rahmen der Neugliederung im Raum Aachen durch die Zusammenlegung des Kreises Erkelenz und des Selfkantkreises Geilenkirchen/Heinsberg. Seit dem 1. Januar 1975 - damals wurde die Gemeinde Niederkrüchten in den Kreis Viersen eingegliedert - hat der Kreis Heinsberg seine heutige Gestalt.

Älteste archäologische Funde aus dem Kreis Heinsberg stammen aus der Altsteinzeit. Als dann 1991/92 der 7000 Jahre alte Holzbrunnen von Erkelenz-Kückhoven ausgegraben wurde, hielten Archäologen einen Hinweis  auf eine Besiedlung in der Zeit von 5000 v. Chr. in Händen. Auch die Römerzeit hinterließ im Kreis Heinsberg zahlreiche Spuren. Römische Siedlungen entstanden im 2. Jahrhundert nach Christus. Im Schloss Rimburg (Übach-Palenberg) findet sich noch heute römische Bausubstanz. Einige Straßen verlaufen noch heute auf den Trassen römischer Heerstraßen.

Die weitere Besiedlung ging mit der Christianisierung einher. Kirchenbauten sind bis ins 8. Jahrhundert nachzuweisen. Im Mittelalter erfolgten zahlreiche Gründungen von Siedlungen.  Während der Bereich Erkelenz/Wegberg von den Grafen von Geldern beherrscht wurde, gehörten weite Teile des Südkreises zur Herrschaft von Heinsberg, die 1484 auf den Herzog von Jülich überging. Das geldrische Gebiet kam im Laufe des 16. Jahrhunderts unter spanische Herrschaft, später zu den österreichischen Niederlanden. Nach Eroberung des linksrheinischen Gebietes durch Napoleon I. wurde das Kreisgebiet 1794 unter französische Verwaltung gestellt.

Im Jahr 1815 wurde das Kreisgebiet dem Land Preußen zugeteilt. 1816 entstanden mit Errichtung des Regierungsbezirkes Aachen die Kreise Heinsberg, Erkelenz und Geilenkirchen, wobei 1932 die Kreise Heinsberg und Geilenkirchen zusammengefasst wurden. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Region schwer in Mitleidenschaft gezogen, einzelne Orte bis zu 90 % zerstört. Die Gemeinde Selfkant stand in Folge des Krieges nach Annexion von 1949 bis 1963 unter niederländischer Verwaltung.